Am linken Arm eines älteren Menschen ist eine Smartwatch. Man sieht, dass ein Anruf auf WhatsApp eingeht. Die rechte Hand der Person fastt mit Daumen und Zeigefinger an die Uhr.

Digital souverän im Alter? So kann kommunale Unterstützung aussehen

Die einen nutzen Tablet, Smartphone und Co. mit viel Spaß, die anderen trauen sich nicht so recht und haben Angst, etwas falsch zu machen. So hilfreich digitale Anwendungen gerade für die älteren Generationen sein können, so groß ist oft die Hürde sie zu nutzen. In vielen Lebensbereichen sind wir alle bereits heute auf den Einsatz digitaler Technologien angewiesen und werden dies in Zukunft noch viel stärker sein – und das gilt für Jung und Alt gleichermaßen.

Ob bei der Suche nach Informationen, bei der Kommunikation mit Freunden und Familie, am Arbeitsplatz oder beim Online-Banking – viele Angebote im Netz machen das Leben leichter. Sie stellen aber auch höhere Ansprüche an das persönliche digitale Know-how. Und die rasanten Entwicklungen führen dazu, dass heute Gelerntes morgen schon wieder veraltet ist. In unserer Studie Digital souverän? Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter geht es daher auch darum, welches Wissen wir brauchen, um digital souverän handeln zu können. Neben dem sogenannten Bedienwissen sind zunehmend Orientierungs- und Gestaltungskompetenzen gefragt. Gerade Senior*innen benötigen dabei Unterstützung: Um einen Einstieg in die digitalen Möglichkeiten zu finden und sich digitale Kenntnisse und Fertigkeiten anzueignen. Aber auch langfristig, um Aktualisierungen und auftretenden Problemen in der Folge gerecht zu werden.


Ohne Internet? Für diese vier älteren Menschen nicht mehr denkbar. Skypen mit dem Enkel, WhatsApp mit der Freundin, Lesen in der Online-Zeitung – das macht Spaß und gehört für viele Seniorinnen und Senioren heute dazu. Die Interviews entstanden bei den Dreharbeiten zum Film „Digital souverän„, für unser Projekt „Smart Country“. Der Film zeigt, welchen konkreten Nutzen digitale Technologien gerade älteren Menschen bieten und wie Berührungsängste abgebaut werden können.


Was können, was sollten also Kommunen tun, um ihre älteren Bürger*innen in dieser Hinsicht zu unterstützen? Willi Kaczorowski skizziert für uns in Digital Kompakt: Assistenzinfrastrukturen, welche Rolle die Kommune im Zusammenspiel von Verwaltung, Politik und vor allem Zivilgesellschaft einnehmen sollte und wie eine Umsetzung aussehen könnte.

In vielen Städten und Gemeinden gibt es neben Angeboten von Volkshochschulen und Bibliotheken viele Projekte und Initiativen, die von zivilgesellschaftlichem Engagement getragen werden. Oft stehen diese aber unzusammenhängend nebeneinander, reichen nicht aus oder werden zu selten genutzt. Eine ideale digitale Assistenzinfrastruktur vernetzt die Menschen und digitalen Anwendungen, die virtuellen und physischen Orte. In unserer alternden Gesellschaft muss es Ziel sein, allen Bürger*innen – jung wie alt – den Zugang zum Netz und zu vielfältigen Lernumgebungen zu ermöglichen.

Foto: rawpixel.com/pexels, Pexels license

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Kommentare

  1. / von wowo

    Kann ich aus meiner Region nur bestätigen.
    Die Landesregierung sollte Bitteschön Gas geben auch was die Breitbandversorgung betrifft, sie ist unverändert und vor allem ungenügend.

    1. / von Petra Klug
      zu

      Auch wenn in Sachen schnellem Zugang zum Netz einiges in Bewegung gekommen ist, gibt es nach wie vor viel zu viele Regionen, die digital abgehängt sind. Das ist besonders in ländlichen Regionen tragisch, die durch digitale Anwendungen ihre Attraktivität und Angebote der Daseinsvorsorge verbessern könnten – wenn denn ein schnelles Netz vorhanden wäre.

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