Eine Person bedient ein Smartphone. Man sieht die beiden Hände und das Smartphone. Über das Display drüber gelegt sind verschiedene Schlagwörter, wie z.B. Kommunen, Lizenz, Open Data, die verbunden sind.

Musterdatenkatalog: Welche offenen Daten stellen Kommunen zur Verfügung?

In Nordrhein-Westfalen gibt es mehrere Vorreiterstädte im Bereich Open Data. Sie veröffentlichen seit einigen Jahren offene Daten. Bisher fehlt aber eine Übersicht darüber, welche Daten von Kommunen in Deutschland als Open Data veröffentlicht werden. Ein Musterdatenkatalog schafft mehr Klarheit. Ein Prototyp für Nordrhein-Westfalen liegt jetzt vor. In einem nächsten Schritt wird der Musterdatenkatalog erweitert, so dass er Kommunen in ganz Deutschland abdeckt.

Die Zahl der Kommunen, die ihre Daten als Open Data veröffentlichen, wächst – langsam aber stetig. Besonders in Nordrhein-Westfalen finden sich mit Städten wie Bonn, Köln oder Moers Kommunen, die sich früh im Bereich Open Data engagiert haben.

Eine flächendeckende Verfügbarkeit offener Daten auf kommunaler Ebene ist jedoch noch in weiter Ferne. Von den über 11.000 Kommunen in Deutschland veröffentlichen erst rund 70 Kommunen (darunter vor allem Großstädte) offene Daten.

Das Projekt Smart Country der Bertelsmann Stiftung und GovData haben ab September 2018 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungsinstitutionen zu drei Workshops nach Köln eingeladen. Wir haben gemeinsam die Frage diskutiert, ob ein Musterdatenkatalog für Deutschland ein beschleunigendes Element sein kann, um das Thema offene Daten in Kommunen zu fördern. Um rasch zu Ergebnissen zu kommen, haben wir beschlossen, ein Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen umzusetzen, um Erfahrungen zu sammeln und rasch erste Ergebnisse zu liefern, die als Basis für eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema dienen.

Musterdatenkatalog als Orientierungshilfe

Welche Daten werden von Kommunen als Open Data veröffentlicht? Darüber herrscht kaum Klarheit. Dabei kann eine bessere Übersicht den Kommunen einen Anhaltspunkt geben, welche Daten sie noch als Open Data veröffentlichen könnten. Außerdem gibt ein Musterdatenkatalog jenen Kommunen, die mit der Veröffentlichung offener Daten beginnen wollen, Orientierung. Sie können schnell in Erfahrung bringen, welche Daten von anderen Kommunen als Open Data veröffentlicht werden. Auf diese Weise kann ein Musterdatenkatalog als Initialzündung für die Öffnung von kommunalen Daten dienen.

Der Musterdatenkatalog wurde vom KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung (Wien) in unserem Auftrag erstellt. Er baut auf Erfahrungen mit einem Musterdatenkatalog für ausgewählte österreichische Städte auf.

In Kooperation mit den Städten Bonn, Düsseldorf, Köln und Moers sowie dem IT-Dienstleister kdvz Rhein-Erft-Rur, der viele kleinere Kommunen betreut, wurde in einem ersten Schritt ein Musterdatenkatalog für Nordrhein-Westfalen erarbeitet. In einem folgenden Schritt, helfen diese Erfahrungen dabei, ihn auf Kommunen in ganz Deutschland zu erweitern.

Wo und unter welcher Lizenz ist der Musterdatenkatalog verfügbar?

Der Musterdatenkatalog ist auf der Projektseite von Smart Country zum Download verfügbar. Er ist u.a. auch im Cockpit für Open Government Data des KDZ abrufbar und lässt sich mit Filtern durchsuchen. In der neuesten Ausgabe der Publikationsreihe „Analysen & Konzepte“ sind die Hintergründe, Methodik und weitere Aspekte des Musterdatenkatalogs ausführlich erläutert.

Die Bertelsmann Stiftung ist offen für Anregungen, die eine künftige Nutzung in Kommunen betreffen. Treten Sie gerne mit uns in Kontakt.

 

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Titelfoto: kote baeza / pexels – Pexels License

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