Blick aus de rVogelperspektive auf ein großes Blatt mit. Eine Perosn hält eine Kaffeetasse fest. Die andere hat einen Stift in der Hand. Auf dem Blatt sind viele große bunte Kreise.

Wie fördern wir Open Data in Kommunen? Der nächste Schritt. 

Wer sich einen umfassenden Überblick über offene Daten in Deutschlands Kommunen verschaffen will, hat es nicht leicht. Das „Datenportal für Deutschland“, GovData, verweist zwar auf die Open-Data-Portale zahlreicher Kommunen. Voraussetzung ist aber, dass das jeweilige Bundesland sich an GovData beteiligt (hier ist eine Übersicht der Länder, die GovData unterstützen). Bei einigen Bundesländern steht diese Beteiligung noch aus. Andere Bundesländer, wie z.B. Nordrhein-Westfalen mit Open.NRW, haben eigene Portale, in denen die offenen Daten der kommunalen Ebene zu finden sind. Doch nicht jedes Bundesland unterhält ein eigenes Open-Data-Portal.

Im September haben wir gemeinsam mit GovData und zahlreichen eingeladenen Open-Data-Experten aus den Kommunen und der Zivilgesellschaft, über die Erstellung eines Musterdatenkatalogs für offene Daten der Kommunen diskutiert. Ein Musterdatenkatalog schafft eine Übersicht darüber, welche Daten in Kommunen als Open Data veröffentlicht werden und vor allem auch WER diese Daten bereits veröffentlicht. Auf diese Weise schafft der Musterdatenkatalog Anregung für Kommunen, jene Daten zu veröffentlichen, die auch in anderen Kommunen bereits veröffentlicht werden. Wir haben einen Piloten für die nordrhein-westfälischen Städte Köln, Bonn, Düsseldorf, Moers und kleinere Kommunen, die vom Rechenzentrum KDVZ Rhein-Erft-Rur betreut werden, in Auftrag gegeben.

Open Data in Kommunen: Mehr Übersichtlichkeit

Unter dem Titel „Förderung von Open Data in Kommunen“ hat unser Projekt Smart Country gemeinsam mit GovData am 15. Januar erneut mehr als 20 Personen der Open-Data-Community (aus Kommunen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft) zu einem Workshop nach Köln eingeladen. Das KDZ Wien hat erste Ergebnisse präsentiert, die sich aus dem NRW-Piloten herauslesen lassen.

25 Personen in einem Raum versammelt, im startplatz in Köln.
Open-Data-Workshop am 15. Januar 2019 im Startplatz in Köln mit zahlreichen Experten aus der Open-Data-Community. Foto: Mario Wiedemann

Der Musterdatenkatalog schafft Übersichtlichkeit. Er vereinheitlicht die Bezeichnungen der Datensätze. In Düsseldorf werden Zahlen zu Einschulungen „i-Dötze“ benannt, während sich Zahlen zu Einschulungen in Moers in der „Schulstatistik“ finden. Im Musterdatenkatalog finden sich beide Datensätze unter dem Thema „Schule“ und der Bezeichnung „Schülerzahlen“. Dies ändert nichts an den eigentlichen Inhalten der Datensätze. Der Musterdatenkatalog schafft lediglich eine Art Filter, um eine bessere Übersicht über die offenen Daten in Deutschland zu schaffen.

Das „Open-Data-Potenzial“ einer Stadt anzeigen

Ein weiterer Vorteil eines Musterdatenkatalogs sind Angaben zum „Open-Data-Potenzial“ einer Stadt. Durch den Abgleich mit anderen Open-Data-Kommunen kann festgestellt werden, welche Daten eine Kommune noch als Open Data veröffentlichen könnte, die in anderen Kommunen bereits veröffentlicht sind. Eine Webanwendung könnte dieses Potenzial automatisiert berechnen und den Nutzerinnen und Nutzern mit einem Klick anzeigen.

Soweit ist die Erarbeitung des Musterdatenkatalogs aber noch nicht vorangeschritten. In einem nächsten Schritt wird in den kommenden Wochen die Version 1.0 des NRW-Piloten fertiggestellt und veröffentlicht. Wir werden in unserem Blog weiter darüber berichten.

 

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